1. Mai in Jagel

Datum/Zeit
Date(s) - 01/05/2020
11:58 - 16:00

Veranstaltungsort
Vor dem Bahnhof Schleswig
zum Drohnen- und Tornadostandort Jagel, Jagel

Kategorien


Kundgebung, Demonstration und Mahnwache

Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,
wir hatten auf Rückfragen, zuletzt bei der gestrigen Telefonkonferenz einiger Aktiver der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegenerInnen, wiederholt gesagt, die Anmeldung der Kundgebung, Demonstration und Mahnwache ist in einer Weise erfolgt, daß wir keine Möglichkeiten sehen, daß die Versammlungsbehörde es ablehnen kann. Inzwischen haben wir es von der Versammlungsbehörde schriftlich:
Der erste Mai kann mit Demonstrationszug auf der Straße stattfnden so, wie es angemeldet wurde.
Der Bescheid enthält Auflagen. Diese sind im Sinne der Verhinderungen ertwaiger Infektionen mit dem SARS-CoronaVirus2 vernünftig und entsprechen dem, was wir als Anmelder diesbezüglich selbst vorgeschlagen haben.
Einzige, aber akzeptable Ausnahme: Die Beschränkung des Demonstrationszuges auf 40 Teilnehmer*innen. Wenn mehr als 40 Menschen zur Kundgebung nach Schleswig gekommen sind, werden diese aufgefordert, sich individuell, unabhängig vom Demonstrationszug direkt nach Jagel zu bewegen.
Der Vorschlag mit den Bohnenstangen-Pflanzstäben als Demonstrationstransparentträger und Abstandhalter zwischen den Teilnehmer*innen ist Bestandteil des Auflagenbescheides, sie sollen mindestens 1,5 m lang sein, sinnvollerweise aber auch länger, nicht kürzer als das daran befestigte Transparent. Wer selbst ein Demonstrations-Transparent zum Thema mitbringt, möge die  Stange passender Länge auch mitbringen. Wir selbst bringen auch einige mit, daß insgesamt 40 dabei sein werden.
Gemäß Schreiben der Versammlungsbehörde „sind Teilnehmer mit erkennbaren Symptomen einer COVID19-Erkrankung oder jeglichen Erkältungssymptomen auszuschließen.“
Diejenigen, auf die eine dieser Bedingungen zutrifft, brauchen sich demnach gar nicht erst auf den Weg machen.
Relativierung des Vermummungsverbotes bei Demonstrationen:
„Das Vermummen der Teilnehmer in Form von Tüchern, Schals oder Atemschutzmasken ist erlaubt und wird aufgrund der aktuellen Pandemie zurf Verringerung der Ansteckungsgefahr begrüßt. Ich weise darauf hin, dass Vermummungen zur Verhinderung der Verfolgung von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten gem. § 17 Abs.1 Nr. 1 VersFG SH weiterhin verboten sind.“
Es ist also sinnvoll, Tüchern, Schals oder Atemschutzmasken selbst mitzubringen. Da Atemschutzmasken zur Zeit schwer erhältlich sind, werden wir als Veranstalter sie nicht zur Verfügung stellen können
Auf der Kundgebung in Jagel werden einige Beschäftigte aus Gesundheits und Sozialberufen, Gewerkschaftsmitglieder, dazu sprechen, wie die jahrelange Aufrüstung dazu beigetragen hat, daß ihrem Arbeitsbereich Geld entzogen wurde.
Um sich auf die Eventualität eines “Verteidigungsfalles” vorzubereiten, werden Milliarden verschwendet. Das wird beschlossen, obwohl militärische Verteidigung zur Selbstzerstörung führt. Aber auf die reale Gefahr einer neuen Virusinfektionskrankheit hat sich niemand vorbereitet. Es wurde kein Gesundheitspersonal in Reserve gehalten, um eine Pandemie sinnvoll zu bekämpfen. Krankenhausbetten, noch nicht einmal Atemschutz und Desinfektionsmittel gab es in ausreichender Menge. Munitionslager sind hingegen gefüllt.

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