Die Vorbereitungen der diesjährigen Ostermarschaktionen zeigen eine lebendige Friedensbewegung in allen Regionen des Landes. Über 120 Initiativen – vor allem neue in den neuen Bundesländern – haben ihre Aktionen zu Ostern angekündigt und werben um Beteiligung, um in diesen kriegerischen Zeiten ein Signal gegen Krieg, Aufrüstung und weitere Militarisierung zu setzen.
Die Mehrheit im Bundestag setzt entgegen des wachsenden Friedenswillens in der Bevölkerung auf militärische Siege und weitere verschwendete Milliarden für Rüstung und Militär.
„Dagegen demonstrieren wir zu Ostern. Krieg und Militär können nicht die wirklichen Probleme in der Welt lösen. Vorhandene Konflikte werden weiter verschärft. Rüstung und Militär verschlingen Ressourcen, die insbesondere für die sozialen und ökologischen Herausforderungen dringend benötigt werden“, so Willi van Ooyen von der Infostelle Ostermarsch in Frankfurt am Main. Die Friedensbewegung fordert von der Bundesregierung die sofortige Einstellung der Unterstützung der Kriegseinsätze und Einstellung aller Waffenlieferungen.
Gefordert wird deshalb bei den Ostermärschen eine Kehrtwende in der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik. Die Friedensbewegung verweigert sich dem Zwangsdenken von Kriegspropaganda, Sanktionen, Waffenlieferungen und Kriegen. Sie hält fest an ihrer Vision von einer Welt ohne Atomwaffen, von einem entmilitarisierten Europa der Völkerverständigung und einem Deutschland, von dessen Boden kein Krieg, sondern Frieden ausgeht.
Das Thema Wehrpflicht wird nach den ersten Streikaktionen der Schüler im Dezember und am 5. März von Jugendbündnissen bei den Ostermärschen eingebracht.
Erste Aktionen fanden bereits unter anderem am 29. März in Potsdam statt. Am heutigen Gründonnerstag rufen Initiativen in Gronau, Bad Langensalza, Erfurt, Biberach, Regensburg und Königs Wusterhausen zu Aktionen auf. Am morgigen Karfreitag treffen sich Aktive der Friedensbewegung in Gütersloh, im hessischen Bruchköbel, in Chemnitz und vor dem Luftwaffenstützpunkt in Jagel.









