Stralsund: Ostermarsch mit Fahrrädern und Humor

Mit Rückenwind

Friedensbündnis Stralsund

Rund 40 Menschen haben sich am Samstag in Stralsund zum Ostermarsch auf dem Fahrrad getroffen. Der Korso startete an der Schwedenschanze unter dem Motto: „Friedensfähig statt kriegstauglich“. Trotz starker Windböen behielten die Teilnehmenden ihren Humor. „Endlich hat die Friedensbewegung mal wieder Rückenwind“, freute sich ein Teilnehmer. Er hielt ein Plakat hoch, das auf die geplante Wiedereinführung der Wehrpflicht anspielte: „Unsere Kinder kriegt ihr nicht“.

An verschiedenen Stationen des Korsos verdeutlichten Teilnehmer ihre Anliegen. Am Strelapark hing ein Plakat mit der Botschaft: „Hochrüstung bedeutet Sozialabbau“. In Grünhufe richteten sich Plakate gegen die geplante Stationierung neuartiger US-Mittelstreckenraketen in Deutschland.

Ein Vertreter der IPPNW Deutschland – Internationale Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzt*innen in sozialer Verantwortung e. V., Ernst-Ludwig Iskenius, hielt am Alten Markt eine eindrückliche Rede. „Heute stehen wir vor einer nie dagewesenen Bedrohung durch Atomwaffen, die die Menschheit endgültig auszurotten vermögen“, warnte er und fragte rhetorisch: „Und was macht unsere Bundesregierung? Sie betreibt aktiv die Stationierung von hochgefährlichen Mittelstreckenraketen auf deutschen Boden!“

Auf der Hafeninsel wurden die Radfahrer von Mitstreitern mit Kaffee, Kuchen und Snacks empfangen. Ein hungriger Fahrradfahrer bestellte am Informationsstand eine Frikadelle, wurde aber freundlich korrigiert: „Das ist eine Bulette!“ Heute habe er einiges dazugelernt, lachte der hungrige Fahrradfahrer.

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