Mit mehr als 4.000 Teilnehmern war der Hamburger Ostermarsch 2026 größer und facettenreicher als in den Vorjahren. Eine gewachsene Friedensbewegung demonstrierte am Ostermontag durch Hamburg und endete mit einem Friedensfest im Stadtteil St. Georg.
Aufgerufen hatten das Hamburger Forum für Völkerverständigung, DKP und SDAJ, Jugendorganisationen gegen Wehrpflicht sowie der DGB Hamburg, ver.di und GEW Hamburg, dazu „Die Linke“, BSW und VVN-BdA.
Auffällig viele junge Menschen nahmen am traditionellen Ostermarsch teil, viele von ihnen zum ersten Mal. So gab es einen Jugendblock aus dem Bündnis gegen Wehrpflicht, Schulstreik-Komitees, der SDAJ und weiteren Jugendorganisationen. Ein Höhepunkt: Der Song „Mach mit, reih dich ein!“ von Claus Vaith, live gesungen auf dem fahrenden Wagen. Ein gelungener Remix des Songs der Gruppe Antropos aus den 1980ern, „als wir beim Festival der Jugend mit 250.000 Leuten gefeiert haben“, wie Vaith sich erinnerte.
Sehr groß war auch der internationale Block, der geprägt war von der Solidarität mit Palästina und den Menschen im Nahen Osten, die unter dem israelisch-US-amerikanischen Angriffskrieg gegen den Iran leiden. „Nicht unser Krieg!“ war die Parole der Ostermarschierer dazu.
Beim Auftakt an der Landwehr sprach die SDAJ-Bundesvorsitzende Andrea Hornung, und während der Demo der Bezirksvorsitzende der DKP Hamburg, Michi Götze. Dazu gab es viele weitere Redebeiträge gegen Militarisierung, gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht und gegen die Stationierung neuartiger US-Mittelstreckenraketen in Deutschland, aber auch zu Hamburger Themen wie die Wiedereinführung der Berufsverbote durch den Hamburger Senat oder das NATO-Großmanöver „Red Storm Bravo“, das dort im vergangenen November abgehalten wurde.
Der Ostermarsch endete mit einem Friedensfest, auf dem Tino Eisbrenner auftrat.









