Am 5. April wäre Philipp Müller 95 Jahre alt geworden. Der Arbeiter und Kommunist starb allerdings schon mit 21. Die Polizei erschoss ihn am 11. Mai 1952 auf einer Demonstration in Essen gegen die Remilitarisierung.
Aus Anlass seines Geburtstages erinnerten Veteranen der Friedensbewegung und ehemalige Mitglieder der FDJ am Ort der damaligen Friedenskaravane an der Rüttenscheider Brücke in der Nähe der Gruga an den Polizeimord. Karin und Paul Schnittker und Walter Hilbig brachten nicht nur Blumen, sondern auch eine Gedenktafel mit. Auf der Brücke führten sie zahlreiche Gespräche über den Widerstand gegen Krieg und Militarisierung gestern und heute und berichteten von den Polizeischüssen bei der Friedenskarawane 1952. Für viele Essenerinnen und Essener ist das ein unbekanntes Kapitel ihrer Stadtgeschichte – trotz der seit einigen Jahren an der Brücke angebrachten, leider recht unscheinbaren Gedenktafel. Die drei nutzen die Aktion „Kein Vergeben kein Vergessen“ auch, um für die Teilnahme an den Ostermärschen zu werben. Denn, so ist auf dem Geburtstagsgruß zu lesen: Er – Philipp Müller – wäre dabei, bei den Ostermärschen 2026!









