Die durchschnittliche Lebenserwartung ist heute nicht höher als im Jahr 2014. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der „Linken“-Bundestagsabgeordneten Sarah Vollath hervor. „Selbsternannte Rentenexperten fantasieren sich seit Jahren die Erzählung zusammen, dass die Lebenserwartung immer weiter steigt und die Menschen viel zu früh in Rente gehen“, so Vollath. Dabei hätten 65-Jährige heute im Durchschnitt noch 19,4 weitere Lebensjahre zu erwarten – so viele wie bereits vor zehn Jahren. Dennoch soll das gesetzliche Renteneintrittsalter bis zum Jahr 2030 auf 67 Jahre steigen. Damit steige die Regelaltersgrenze zwischen 2012 und 2030 „ungefähr doppelt so schnell wie die Lebenserwartung“, so Vollath. Aus der Antwort gehen zudem deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern hervor. So liege die Lebenserwartung in Baden-Württemberg statistisch gesehen zwei Jahre höher als in Sachsen-Anhalt.
Nicht mehr zu erwarten
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"Nicht mehr zu erwarten", UZ vom 10. April 2026







