Vorgezogener zweiter Schulstreik gegen die Wehrpflicht in Hamburg

Protestprobe

Manfred Pohlmann

In Hamburg hat am 20. Februar der zweite Schulstreik gegen die Wehrpflicht stattgefunden. Schulferien wegen hatten die örtlichen Schulstreik-Komitees ihre Aktionen anlässlich des zweiten bundesweiten Schulstreiks gegen die Wehrpflicht, der bundesweit am 5. März stattfindet, vorgezogen.

Ein Probelauf, gewissermaßen. Der fiel gut aus: Mehrere tausend Schüler von mehr als 70 Schulen in Hamburg und Umgebung beteiligten sich. Die Teilnehmerzahl lag etwas unter der des ersten Schulstreiks gegen die Wehrpflicht am 5. Dezember 2025, die Zahl der bestreikten Schulen hingegen darüber. Letzteres dürfte an der erfolgreichen Bündnisarbeit liegen, die die SDAJ Hamburg leistete.

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Viele Schulstreik-Teilnehmer streikten zum zweiten Mal. (Foto: Manfred Pohlmann)

In Gesprächen auf der Streikdemonstration wurde immer wieder der Wunsch geäußert, die Schulstreik-Bewegung möge sich verbreitern: Wie kommt man weg von einer Einpunkt-Bewegung? Wie positionieren sich die DGB-Gewerkschaften? Können kreative Methoden des zivilen Ungehorsams genutzt werden? Welche Nichtregierungsorganisationen können angesprochen werden? Wichtig dafür ist, dass alle fortschrittlichen Kräfte zusammen mit den streikenden Schülerinnen und Schülern den Minimalkonsens bekräftigen: Schluss mit der Kriegspolitik, stattdessen Abrüstung und Frieden.

Die Streikenden verdienen allen Respekt für ihr Engagement und ihre Kreativität, mit der sie für unser aller Zukunft eintreten.

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Wer an die Front muss, hat sein Leben schnell hinter sich. (Foto: Manfred Pohlmann)

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