Sport- und Erholungszentrum (SEZ)

Das Sport- und Erholungszentrum (SEZ) ist nicht nur ein architektonisches Wahrzeichen der Deutschen Demokratischen Republik, sondern zeigt auch bis heute, welche Zwecke die DDR verfolgte: die Bedürfnisse der Werktätigen zu erfüllen. Genau das scheint ein Dorn im Auge des Berliner Senats zu sein, so dass er das SEZ lieber heute als morgen abreißen lassen will. Dagegen formiert sich bereits seit einiger Zeit Protest in der Initiative „SEZ für alle“. Rund 200 Menschen versammelten sich am vergangenen Samstag vor dem abgeriegelten und verfallenden Bau, um ihrer Wut darüber Ausdruck zu verleihen, dass der Senat bereits mit dem Abriss begonnen hat und Fakten schafft, obwohl die letzte Entscheidung noch gar nicht getroffen ist. Mitinitiatorin von „SEZ für alle“, Monika List, arbeitete 21 Jahre im SEZ, bis es 2002 geschlossen und dem Verfall übergeben wurde. Statt Sport- und Erholungsflächen wolle man hier hochpreisige, unbezahlbare Wohnungen schaffen. „Das ist ein Filetstück, es geht hier um verdammt viel Geld“, betonte List auf der Kundgebung. Es gehe hier aber auch darum, Symbole der DDR-Ostarchitektur aus dem Stadtbild zu entfernen. „Hier geht es um Macht!“

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"Sport- und Erholungszentrum (SEZ)", UZ vom 27. Februar 2026



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