Nach vier Verhandlungsrunden haben sich ver.di und die Lufthansa Group auf ein Tarifergebnis für mehr als 20.000 Bodenbeschäftigte geeinigt. Rückwirkend ab dem 1. Januar 2026 sollen die Grundgehälter um 2,2 Prozent steigen. Für direkt bei der Deutschen Lufthansa AG Angestellte tritt diese Erhöhung erst zum 1. Januar 2027 in Kraft. Ab dem 1. März 2027 steigen die Gehälter um weitere 2,4 Prozent. Die Ausbildungsvergütungen werden in zwei Schritten um insgesamt 100 Euro erhöht. Der neue Tarifvertrag läuft bis Ende Februar 2028.
Technische Berufe sollen finanziell aufgewertet werden, Beschäftigte in diesem Bereich bekommen bis zu 5 Prozent mehr als bisher. Bei Lufthansa Cargo und Lufthansa Technik Logistik Services führt ein Sockelbetrag beziehungsweise eine Zulage dazu, dass untere Einkommen überproportional steigen. Während der Laufzeit des Tarifvertrags bekommen ver.di-Mitglieder drei zusätzliche Urlaubstage. Ein zentrales Anliegen der Tarifrunde sieht ver.di umgesetzt: Die befürchtete Ausgliederung von Personal der Passagier- und Flugzeugabfertigung in niedriger tarifierte Firmen sei für die nächsten acht Jahre verhindert worden.
„Die Beschäftigten haben künftig im Durchschnitt gut 220 Euro monatlich mehr in der Tasche“, behauptete ver.di-Verhandlungsführer Marvin Reschinsky. Das „gute Ergebnis“ sei „nur durch den enormen Rückhalt in der Belegschaft durchsetzbar“ gewesen. Die ver.di-Mitgliederbefragung zu diesem Tarifergebnis soll in Kürze beginnen.








