Klaus Wagener gibt eine ganz hervorragende Analyse der letzten 80 Jahre. Zum Schluss allerdings bekommt die Darstellung eine subjektivistische Wendung, wenn die desaströsen Entscheidungen auf die „Inkompetenz des Personals in den Regierungsstuben“ geschoben werden. Das europäische und deutsche Regierungspersonal erscheint nur so inkompetent und seine Politik so irrational, wenn man das Wohl der Nation oder Gesellschaft im Sinn hat, ist aber rational, wenn man sie aus der Perspektive des internationalen Finanzkapitals betrachtet: einen Raubzug gegen Russland vorzubereiten zur Anlage des angesammelten Mehrwertes. Ansonsten wird das Kapital am Ende sein. Für komplexe Aufgaben wie das Lenken eines Staates nicht – aber für eine begrenzte Aufgabe sind auch einfältige Figuren wie Kallas und Baerbock verwendbar.
Es geht nicht um Inkompetenz
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"Es geht nicht um Inkompetenz", UZ vom 27. Februar 2026


