Bundestagspräsidentin Julia Klöckner freute sich bei ihrem Israelbesuch: Sie durfte als erste Parlamentarierin den besetzten Gazastreifen besuchen. „Die aktuellen Sicherheitsmaßnahmen nach dem 7. Oktober 2023 sind nachvollziehbar“, lässt sie auf Instagram schreiben. Die Waffenruhe sei weiterhin fragil. „Tagesschau.de“ berichtete am 15. Februar, dass seit Inkrafttreten der Waffenruhe 600 Palästinenser durch die israelischen Besatzungstruppen getötet wurden. Vier Soldaten seien gestorben. Klöckners Besuch ist feministische Kolonialherrenmanier. Sie lässt sich von den Mördern herumführen, postet Urlaubsfotos und legitimiert den Völkermord als „Sicherheitsbedürfnisse“. Die Zahl von 71.000 Ermordeten, darunter über 20.000 Kinder, erkennt inzwischen auch die Bundesregierung an. Konsequenzen? Keine. Eher Arbeitsteilung: Israel macht die Drecksarbeit – Deutschland die gute Miene.
Feministische Kolonialherrenmanier

(Screenshot: Instagram / juliakloeckner)
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"Feministische Kolonialherrenmanier", UZ vom 20. Februar 2026

