In diesem Jahr möchte die Bundesregierung neuartige US-Mittelstreckenraketen in Deutschland stationieren lassen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, Ziel eines Präventivangriffs zu werden, drastisch. Darüber entschied die Regierung ohne jegliche öffentliche oder parlamentarische Diskussion. 2026 wird damit zum Jahr der Entscheidung – daran erinnern Peter Brandt, Reiner Braun, Michael Müller und Willi van Ooyen. Sie haben einen dringenden „Appell zum Handeln“ veröffentlicht. Zu den Unterstützern gehören Patrik Köbele, Vorsitzender der DKP, und Andrea Hornung, Bundesvorsitzende der SDAJ. Wir dokumentieren den Appell in voller Länge:
2026 – das Jahr der Entscheidung: Entweder Frieden und Solidarität oder Hochrüstung und Kriegsvorbereitung
2026 ist ein Jahr existenzieller Entscheidungen für die Zukunft unseres Landes, die uns alle angehen. 2026 sollen US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland stationiert werden, nur in Deutschland. Es geht um die Grundentscheidung: Entweder wir setzen uns für ein friedliches, soziales und nachhaltiges Deutschland ein, oder wir rutschen ab in eine lähmende und selbstzerstörende „Kriegstüchtigkeit“.
Wenn es um den Frieden geht, haben wir alle ein Recht, uns einzumischen. Wir rufen deshalb auf zur großen Weigerung unserer Gesellschaft gegen die neuen Mittelstreckenwaffen in unserem Land!
Wir sagen Nein zur Stationierung neuer Mittelstreckenraketen in Süddeutschland.
Sie sind Erstschlagswaffen. Sie machen Deutschland zu einem vorrangigen Kriegsziel und setzten einen neuen Rüstungswettlauf in Gang. Die geplanten Hyperschallraketen „Dark Eagle“ steigern die Spannungen und sind insbesondere für Deutschland eine Gefahr, zum Ziel eines Präventivangriffs zu werden. Überdies fördern die geringen Vorwarnzeiten das Risiko von Fehlreaktionen.
Die Stationierung wurde ohne jede öffentliche und parlamentarische Diskussion entschieden. Abrüstungsverhandlungen sind nicht vorgesehen.
Wir müssen uns entscheiden! Unterzeichnen Sie wie bereits über 90.000 weitere Bürgerinnen und Bürger den Berliner Appell: Gegen neue Mittelstreckenwaffen und für eine friedliche Welt. Unterstützen Sie die Kampagne „Friedensfähig statt erstschlagsfähig: Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!“ Beteiligen Sie sich an den Protestaktionen gegen die Mittelstreckenwaffen in Grafenwöhr und Wiesbaden. Frieden braucht Bewegung!
Wir stehen mit unserem Nein zu den Mittelstreckenwaffen auf der Seite von Frieden, Nachhaltigkeit und Solidarität. Das ist die Entscheidung, vor der wir in diesem Jahr stehen. Machen Sie mit.
Initiiert von Peter Brandt (Historiker, Initiative „Neue Entspannungspolitik jetzt!“), Reiner Braun (Vorstand NatWiss Verantwortung für Frieden und Zukunftsfähigkeit, Internationales Friedensbüro), Michael Müller (ehemaliger Parlamentarischer Staatssekretär, Vorsitzender der NaturFreunde Deutschlands), Willi van Ooyen (Bundesausschuss Friedensratschlag, Friedens- und Zukunftswerkstatt)
Unterstützerinnen und Unterstützer des Appells:
Yusuf As (Föderation Demokratischer Arbeitervereine DIDF, Bundesvorstand), Dietmar Bartsch (MdB, „Die Linke“), Desiree Becker (MdB, „Die Linke“), Karl-Hans Bläsius (Professor für Informatik), Lothar Binding (MdB a. D., Bundesvorsitzender SPD-AG 60plus), Britta Brandau (ver.di), Christoph Butterwegge (Armutsforscher, „Die Linke“), Klaus Causemann (MdL a. D., SPD, Friedenspolitischer AK Ostalb), Sevim Dagdelen (Publizistin, Bundesvorstand BSW), Daniela Dahn (Schriftstellerin), Özlem Demirel (MdEP, „Die Linke“), Barbara Dieckmann (Oberbürgermeisterin a. D. Bonn, Präsidentin der Welthungerhilfe, ehem. Stellvertretende Parteivorsitzende der SPD), Wiebke Diehl (Journalistin, Autorin), Holger Egger (DGB-Kreisvorsitzender), Ulrike Eifler (Gewerkschaftssekretärin), Michael Erhardt (IG-Metall-Bevollmächtigter Frankfurt am Main), Axel Fersen (Koordinator Erhard-Eppler-Friedenskreis), Stephan Gorol (Kulturmanager, Produzent), Andreas Grünwald (Hamburger Forum), Reiner Hammelrath (ehem. Direktor des Landesverbands der Volkshochschulen NRW), Rita-Sybille Heinrich (Karl-Liebknecht-Kreis Brandenburg), Lühr Henken (Bundesausschuss Friedensratschlag), Peter Hennicke (Umwelt- und Energieforscher), Friedhelm Hilgers (Stellv. Bundesvorsitzender der SPD-AG 60plus), Andrea Hornung (Initiative gegen die Wehrpflicht, SDAJ), Margot Käßmann (Theologin), Jutta Kausch-Henken (Schauspielerin, Berliner Friedenskoordination), Patrick Köbele (Vorsitzender der DKP), Ralf Krämer (Gewerkschafts-sekretär), Gesine Lötzsch (MdB a. D., „Die Linke“), Wolfgang Lieb (Staatssekretär a. D. und Regierungssprecher von Johannes Rau), Rainer Mausfeld (Psychologe, Dozent, Buchautor), Pablo Miro (argentinisch-deutscher Komponist und Songwriter), Hans Misselwitz (Staatssekretär a. D., Verhandlungsführer 2+4-Verhandlungen), Jule Neigel (Sängerin), Christof Ostheimer (Friedensforum Neumünster), Jürgen Peters (ehem. Vorsitzender der IG Metall), George Rashmawi (Palästinensische Gemeinde), Tommy Rödel (Trägerkreis gegen die Mittelstreckenwaffen in Grafenwöhr, DFG-VK), Wiltrud Rösch-Metzler (pax christi), Georg Stein (Palmyra Verlag), Christa Schmaus (Vorstand der Friedens- und Begegnungsstätte Mutlangen), Michael von der Schulenburg (MdEP, BSW), Joachim Schuster (MdEP a. D., SPD), Marina Spilner (ehem. Stellv. Fraktionsvorsitzende der SPD Düsseldorf), Heinz Stapf-Finé (Professor für Sozialpolitik), Eva Stassek (ehem. IG-Metall-Bevollmächtigte Braunschweig), Helga Schwitzer (ehem. IG-Metall-Vorstand), Reinhard Schwitzer (ehem. Gewerkschaftssekretär), Gerhard Strauch (Wiesbadener Bündnis gegen Raketenstationierung), Peter Wahl (Publizist, Mitbegründer von attac), Sahra Wagenknecht (MdB a. D., BSW), Dr. Theodor Ziegler (Lehrbeauftragter für Religionspädagogik)
Funktionsangeben dienen nur der Information.









