Streik der Landesbeschäftigten in Stuttgart

Kämpfen für mehr Geld? „Da simmer dabei!“

Rund 500 Beschäftigte des Landes im ver.di-Bezirk Stuttgart haben heute gestreikt. Schon im Gewerkschaftshaus war die Stimmung im vollbesetzten Großen Saal sehr kämpferisch. Aus vielen Dienststellen berichteten die Beschäftigten über ihre Situation, den Aufbau von Betriebsgruppen und über die Streiks der letzten Wochen, so von den Unis Stuttgart und Hohenheim, vom Staatstheater, aus den Landesministerien, vom Zentrum für Psychiatrie in Winnenden und dem zoologisch-botanischen Garten Wilhelma.

Nach einer Demonstration zum Finanzministerium wurde auf der Kundgebung das Angebot der Arbeitgeberseite hart kritisiert, ebenso wie die schlechten Arbeitsbedingungen mit chronischer Überlastung, der Personalmangel, die viel zu langen Arbeitszeiten sowie das Kaputtsparen der öffentlichen Daseinsvorsorge.

In der Kritik standen darüber hinaus die hohen Rüstungsausgaben. Denn das Geld, das in die Aufrüstung fließt, soll bei den Beschäftigten eingespart werden.

„Ohne Streik wird sich nichts verändern“ und „Heute ist kein Arbeitstag, heute ist Streiktag“, lauteten die Parolen. Gerne gesungen wurde: „Ja, da simmer dabei, das ist prima, prima, Tarifvertrag, wir streiken zusammen, kämpfen für mehr Geld, auch wenn das unseren Arbeitgebern gar nicht gut gefällt.“

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