Im April 1945 trafen sich US-Soldaten und sowjetische Rotarmisten an der zerstörten Torgauer Elbbrücke und leisteten den „Schwur an der Elbe“: Mit einem symbolischen Handschlag besiegelten sie das nahende Ende des Krieges und die bevorstehende Zerschlagung des Faschismus.
In der DDR wurde der Tag der Begegnung Jahr für Jahr groß gefeiert. Eine Tradition, die nach der Annexion durch die BRD in Torgau in deutlich kleinerem Maßstab fortgeführt wurde – bis letztes Jahr. Ein Volksfest organisiert die Stadt Torgau in diesem Jahr nicht mehr.
Die Friedensdemonstration zum Tag der Begegnung in Torgau hingegen findet wieder statt, am 25. April 2026. Sie beginnt um 11.30 Uhr am Brückenkopf in Torgau, am Ostufer der Elbe.
Zu der Demonstration ruft die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) zusammen mit der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ), dem Deutschen Freidenker-Verband, der Gesellschaft zur Rechtlichen und Humanitären Unterstützung (grh), dem Ostdeutschen Kuratorium von Verbänden (OKV), dem RotFuchs-Förderverein, der Friedensglockengesellschaft Berlin und weiteren Organisationen auf. Als Redner sind bislang Patrik Köbele, Vorsitzender der DKP, Jutta Kausch-Henken von der Initiative „Nie wieder Krieg – Die Waffen nieder!“ und Friedemann Munkelt, Vorsitzender des Ältestenrats des Verbands zur Pflege der Traditionen der Nationalen Volksarmee und der Grenztruppen der DDR, angekündigt.
Das Bündnis nennt neun Forderungen im Aufruf. „Die Menschen in Deutschland brauchen Frieden und Freundschaft mit Russland und China“, heißt es darin. Der Kampf gegen die Rüstungspolitik und den Kriegskurs der Bundesregierung steht klar im Vordergrund. „Wir kämpfen gegen Hochrüstung, Wehrpflicht und Waffenlieferungen. Wir kämpfen gegen Militarisierung – keine Bundeswehr an Schulen.“ Statt in die „Kriegstüchtigkeit“ müssten Haushaltsmittel in Bildung, Soziales und Infrastruktur investiert werden und für Gesundheit ausgegeben werden. Weil die NATO Kriege verursache, gelte: „Raus aus der NATO – NATO raus aus Deutschland.“ Der Aufruf stellt sich gegen die Stationierung von US-Atomwaffen und neuartigen US-Mittelstreckenraketen in der BRD. Für den Kampf um Frieden brauche es Meinungsfreiheit „ohne Gefahr von Sanktionierung und Verfolgung“.
Von Berlin und Dresden aus fahren Busse zur Demonstration nach Torgau. Abfahrt in Berlin ist um 9 Uhr am Franz-Mehring-Platz 1. Für die Mitfahrt ist eine Anmeldung per E-Mail an lv.dkp-berlin@posteo.de nötig. In Dresden geht es um 9 Uhr am Bahnhof Neustadt los. Wer dort einsteigen möchte, muss sich vorab anmelden: jensschumacher@t-online.de. Die Mitfahrt ab und bis Berlin beziehungsweise Dresden kostet 25 Euro pro Person.
Der Aufruf zum Elbe-Tag 2026 als PDF:









