Kriegsgewinne

21 Millionen Euro täglich – so viel verdienen Mineralölkonzerne in Deutschland an den deutlich gestiegenen Spritpreisen seit Beginn der Bombardierung des Irans durch Israel und die USA. Die Zahl stammt aus einer von Greenpeace beauftragten Studie, die am Montag veröffentlicht wurde. Demnach steigen die Preise an den Zapfsäulen weit stärker als die Rohölpreise. „Allein in Deutschland verdienen die Konzerne bei Diesel zusätzliche 17,9 Millionen Euro und bei Benzin 3,2 Millionen Euro – pro Tag“, so Greenpeace. Das Argument der Branche, sie reiche lediglich Weltmarktpreise weiter, wird damit widerlegt.

Fast alle Raffinerien in Deutschland sind im Besitz der Konzerne, die auch die Tankstellennetze kontrollieren. Besonders brisant ist laut Greenpeace, dass die heimischen Raffinerien seit Jahren mehr Benzin produzierten als Deutschland verbraucht. Eine Abhängigkeit von teureren Importen, die den Preisanstieg rechtfertigen könnten, existiere also nicht. Auch der in Deutschland verkaufte Diesel werde fast ausschließlich im Inland produziert.

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"Kriegsgewinne", UZ vom 20. März 2026



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