Veranstaltung der DKP Stuttgart zum Internationalen Frauentag

Kultur und Kampf

„Weiber, Luder, Hexen“ – unter diesem provozierenden und vielversprechenden Titel hat die DKP Stuttgart zur Frauentagsveranstaltung am 8. März mit Christa Weber und Stefanie Rediske eingeladen. Im vollbesetzten Raum des Clara-Zetkin-Hauses in Stuttgart-Sillenbuch trug Christa Weber eindrucksvoll Lieder, Gedichte und Balladen vor. Sie erzählten von Kämpfen und dem aufregenden Leben verschiedener Frauen, von ihren Schicksalsschlägen, ihren Siegen, ihren Hoffnungen, ihren Träumen. Weber zitierte aus Texten von Irmtraud Morgner, Ingeborg Bachmann, Mascha Kaleko, Bertha von Suttner, Rosa Luxemburg, Clara Zetkin, Alexandra Kollontai, Bertolt Brecht und Erich Mühsam. Stefanie Rediske begleitete Weber einfühlsam am Klavier. Sie spielte Vertonungen, die meist von Christof Herzog stammen – passend zu den Texten und in der Tradition der Arbeiter- und Kampflieder à la Hanns Eisler.

Die Zahl der Teilnehmer übertraf die Erwartung deutlich. Der Abend bestätigte, dass Kultur am Internationalen Frauentag gut ankommt und einen weit größeren Kreis anspricht, als Referate das können.

„Ohne Sozialismus keine Befreiung der Frau – ohne Befreiung der Frau kein Sozialismus.“ Zitate wie dieses von Alexandra Kollontai rahmten die Veranstaltung und sorgten für viel Zustimmung und Beifall. Über 100 Jahre alt, dennoch brandaktuell und richtig – Rosa Luxemburg: „Die Frau aus dieser Erniedrigung befreien, ihr die gleichen Rechte und ihre Menschenwürde zurückgeben, kann nur die sozialistische Gesellschaftsordnung, die die Herrschaft des Privateigentums und mit ihr jegliche Ungleichheit in der menschlichen Gesellschaft beseitigen wird.“ Im Clara-Zetkin-Haus stand natürlich die Namensgeberin im Vordergrund: „Frauen des arbeitenden Volkes! Wo sind eure Männer? Wo sind eure Söhne? Seit 8 Monaten stehen sie draußen im Feld, hausen in den Schützengräben, sind kommandiert zu vernichten, was fleißige Arbeit aufgebaut hat. Millionen ruhen bereits in Massengräbern … Wem nutzt der Krieg? Nur einer kleinen Minderheit. Den Fabrikanten von Flinten und Kanonen, von Panzerplatten und Torpedobooten, den Werftbesitzern und den Lieferanten des Heeresbedarfs. Im Interesse ihres Profits haben sie den Hass unter den Völkern geschnürt … Genug des Mordens. Nieder mit dem Krieg! Durch zum Sozialismus!“

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