Die Bundeswehr hat für die bislang nicht gelungene Umstellung der Truppenkommunikation auf Digitalfunk bereits mehr als zwei Milliarden Euro ausgegeben. Das berichtete die Zeitung „Die Welt“. Mit dem Rüstungsprojekt „Digitalisierung Landbasierte Operationen“ sollten Soldaten und Gefechtsstände digital vernetzt werden. Doch die Technologie sei nicht funktionstüchtig und habe bislang noch nicht einmal eine Freigabe für den Übungsbetrieb erhalten. Der Zustand der Funksysteme sei „eine Gefahr für Leib und Leben“, berichtet die „Welt“. In den vergangenen Jahren war das Budget für das Projekt immer weiter erhöht worden. Inzwischen seien Kosten von rund 1,749 Milliarden Euro entstanden. Weitere 299 Millionen Euro wurden für „begleitende Maßnahmen“ ausgegeben.
Milliardengrab
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"Milliardengrab", UZ vom 10. April 2026







