Wiebke Diehl schreibt: „Frauen und Kinder gehören zu den vulnerabelsten Gruppen. Sie sind von der völkermörderischen israelischen Politik besonders betroffen.“ Sie sind nicht bloß „betroffen“, sozusagen zufällig oder unabsichtlich oder fahrlässig (im Militärslang „Kollateralschaden“), sondern sie sind das primäre Ziel des Völkermords. Denn sie verkörpern buchstäblich die nächsten Generationen, die durch den Genozid ausgelöscht werden sollen. Genau das macht den Völkermord aus. Auch die Nazis haben im Vernichtungslager primär Frauen und Kinder sofort umgebracht, die Männer wurden noch als Zwangsarbeiter verwertet, bis sie (dabei) ums Leben kamen.
Primäres Ziel
[author_box]
Dieser Artikel ist für Sie kostenlos. Kritischer Journalismus braucht allerdings Unterstützung, um dauerhaft existieren zu können. Daher freuen wir uns, wenn Sie sich für ein Abonnement der UZ (als gedruckte Wochenzeitung und/oder in digitaler Vollversion) entscheiden. Sie können die UZ vorher 6 Wochen lang kostenlos und unverbindlich testen.
An die UZ-Redaktion (leserbriefe (at) unsere-zeit.de)
"Primäres Ziel", UZ vom 13. März 2026


