Fallen und Fallen. So unähnlich der Gartenbro und ich erscheinen, so ähnlich dumm können wir uns verhalten. Der eine flog vor Kurzem mit den Worten „Eine Leiter hab ich noch nie gebraucht in den letzten 20 Jahren“ aus dem Pflaumenbaum direkt auf den Rücken – schwere Rippenprellung. Der andere überwies – ebenfalls ohne Sicherung – 430,– Euro ins Nirvana, hereingefallen auf eine Fakeseite für Fahrräder. Geld weg. Welcher Depp welche Idiotie schaffte? Schwamm drüber.
Ohne Moos I. Konzert im FZW, Pete Doherty. Nicht mehr der Rocker mit Whiskey und Heroin, eher der Bohemien auf Camembert und Rotwein, aber immer noch mit einer Ausstrahlung und einer Stimme aus einer anderen Welt. Schon etwas angepisst (Fahrrad und Regen) zum Tresen, wedel‘ ungehalten mit einem 10-Euro-Schein: „1 Großes bitte“. „Wir nehmen kein Bargeld mehr.“ Jetzt bin ich sauer: „WOLLT IHR MICH VER**SCHEN?!“ Kurz vorm Handgemenge eine ruhige, tiefe Stimme über mir: „Problems?“

Hämatologin die 1013. I. Endgespräch. „Ich kann ihnen leider nichts anhängen, Herr Rehnagel, ihr Blut ist gut“, äußert sie ironisch ihr ‚Beileid‘. Seltsame Frau, seltsamer Humor. Wahrscheinlich der einzige „Witz“, den sie kennt. Oder es liegt daran, dass sie mir, während sie mit mir spricht, nicht in die Augen schaut, sondern auf einen Anstecker der Royal Air Force glotzt, der an meinem Hemd steckt. Die ganze Zeit durchgehend. Das crazy. Puh.
SPD I. „Wir sehen, dass euer Leben anstrengender und teurer geworden ist. Wir sehen euch, wir wollen uns um euch kümmern.“, so Dingensbumens Klingbeil. Um daraus zu schlussfolgern: „Wir werden mehr arbeiten müssen.“ Wäre ja mal was. Aber er meint gar nicht „wir“, sondern „ihr“. Tja.
Ohne Moos II. Schaue neben mich und sehe nur einen Brustkorb. Über mir: „Ah, no card? No problem, I will get you a beer!“ Will dem freundlichen jungen Mann mein Geld geben, aber der winkt ab: „I don’t pay, I’m from Petes stuff“. Oh, nice. Dann erst mal: Schwamm drüber.
Wahnsinn. Trump: „Ich kann alles damit (Kuba) machen, was ich will.“ De Niro: „Der Typ ist ein Monster. Das ist mehr als nur abartig. Es ist fast so, als wolle er die schrecklichsten Dinge tun, die ihm einfallen.“ Isso.
Hämatologin die 1013. II. „Ich kann ihnen nichts anhängen, Herr Rehnagel“, sagt Frau Doktor zum Abschied, „noch nicht einmal Krebs“. Schlechte Witze schlechter wiederholen, sollte unter Strafe gestellt werden. In echt.
SPD II. Es sei eine gemeinsame Aufgabe der SPD, „alles dafür zu tun, als Volkspartei wahrgenommen zu werden.“ (nochmal Dingensbumens Klingbeil). Wahrgenommen werden, nicht sein! Ein Anspruch wie eine leere Dose Ravioli. Respekt.
Ohne Moos III. Der freundliche Mensch von „Petes stuff“ hat nicht nur mein Bier übernommen, sondern sich auch gemerkt, wo ich in der Menge stehe. Kommt noch zweimal mit beiden Händen voller Bierbecher vorbei und bringt mir Gratisbier mit, beim 2. Mal gleich zwei Halbliterbecher: „For your girlfriend!“ Schaue die unbekannte junge Frau neben mir an, denke „Nö“ und trinke beide.
Schlechte Witze: Der einzige, den ich mir merken kann, geht so: Treffen sich nach Jahrzehnten zwei Brüder wieder. „Ich habe nie getrunken und geraucht, meide Drogen, fettes Essen, Frauen und das Spielen. Und morgen feier‘ ich meinen 90. Geburtstag!“ „Und wie?“. Mittelwitzig, oder? Na ja, Schwamm drüber.
PS: Die Redewendung „Schwamm drüber“ bedeutet, eine Sache zu vergessen oder als erledigt zu betrachten. Sie stammt ursprünglich aus der Gastronomie, wo Kreideschulden an einer Tafel weggewischt wurden. #Isso









