Die Brüder Michail und Alexander Kononowitsch, Mitglieder des Kommunistischen Jugendverbands und der Kommunistischen Partei der Ukraine, sind seit 2022 massiver staatlicher Repression ausgesetzt. Nach Festnahme, Misshandlungen und Untersuchungshaft unterliegen die beiden nächtlichem Hausarrest und müssen eine GPS-Fußfessel tragen. Diese Fußfesseln wurden ihnen am 16. März auf einer Polizeistation während einer vorgeschriebenen Meldung abgenommen – ohne Gerichtsurteil.
Für die Brüder ist das keine gute Nachricht. Alexander Konowitsch war im Februar unmittelbar vor einer Gerichtsverhandlung von zivil gekleideten Personen entführt und vor eine medizinische Kommission der Rekrutierungsbehörde gezerrt worden. Die befand ihn innerhalb von fünf Minuten als fronttauglich, obwohl Untersuchungsgefangene in der Ukraine nicht zum Militärdienst eingezogen werden dürfen. Der Sicherheitsdienst der Ukraine „bot“ den Brüdern nach der Entführung an, ihre persönliche und finanzielle Sicherheit zu gewährleisten, wenn die beiden auf einer noch zu schaffenden Liste für die nächste Wahl kandidierten. Sollten sie das „Angebot“ nicht wahrnehmen, würden ihnen ohne Gerichtsverhandlung die GPS-Tracker abgenommen und sie dann „verschwinden“.
Die nächste Gerichtsverhandlung ist für den 25. März angesetzt. Das Leben der Kononowitsch-Brüder ist in unmittelbarer Gefahr. Unterstützer der beiden rufen zu Aktionen am 20. März vor ukrainischen Botschaften und Konsulaten auf.








