Bosch schließt die Produktion des Geschäftsbereichs Power Solutions in Waiblingen bis Ende 2028. Für die rund 560 Betroffenen wurden nun ein Interessenausgleich und ein Sozialplan unterzeichnet.
127 Beschäftigte werden demnach an den rund 20 Kilometer entfernten Standort Feuerbach versetzt und 23 weitere im Großraum Stuttgart verteilt. 70 Beschäftigte können laut Betriebsrat an den Standort Bamberg wechseln, der rund 250 Kilometer entfernt liegt. Außerdem können Mitarbeiter ab Januar 2029 in eine Transfergesellschaft wechseln, in der die Beschäftigten ein Jahr lang einen Großteil ihres bisherigen Gehalts bekommen und gezielt für den Arbeitsmarkt qualifiziert werden. Das Maßnahmenpaket beinhaltet zudem Altersteilzeit- und Vorruhestandangebote sowie freiwillige Abfindungsangebote. Die Abfindung liege „überdurchschnittlich“ hoch und sei durch Geschlossenheit, Druck und klare Haltung möglich geworden, so der Betriebsratsvorsitzende Stefano Mazzei.
Mit einem Aktionstag hatten 2.000 Beschäftigte aus über einem Dutzend Bosch-Standorten gegen die Schließung protestiert. Mazzeis Botschaft an alle, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen: „Organisiert euch, erhöht euren Organisationsgrad.“ Stärke am Verhandlungstisch falle nicht vom Himmel, sondern entstehe durch Zusammenhalt. Tatsache ist aber leider auch, dass der Kampf um das Werk mit der Vereinbarung verloren ist.








