Angesichts von unzähligen Artikeln zu historischen Geburts- oder Todestagen stellt man sich oft die Frage nach deren Zweck. Doch dieser Beitrag über Paul Robeson beweist, warum sie unverzichtbar sind. Es geht nicht um formale Jubiläen, sondern darum, die Geschichtsschreibung selbst in die Hand zu nehmen. Indem wir unsere Revolutionäre sichtbar machen, wehren wir uns nicht nur aktiv gegen „Whitewashing“ und die Ideologie der Herrschenden, sondern schaffen eine notwendige Gegenkultur. Es gibt so viele, teils vergessene, Heldinnen und Helden der Arbeiterklasse. Ihrer zu gedenken, ist kein bloßer ritueller Akt. In einer Zeit, in der Vereinzelung immer drastischer wird, gibt uns das Wissen um unsere Tradition eine enorme Kraft. Denn wir stehen in einer Reihe von Generationen, die seit Jahrhunderten kämpfen: Wir waren nie allein und sind es auch heute nicht. Der Artikel hat bei mir beim Lesen mehrfach Gänsehaut ausgelöst. Er ist ein Mutmacher, der vergessene Stimmen wieder hörbar macht, die uns heute Hoffnung und die nötige kollektive Stärke für kommende Kämpfe geben.
Wir sind nicht allein
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"Wir sind nicht allein", UZ vom 30. Januar 2026


