Aufgestanden

Außenminister Johann Wadephul (CDU) und Kriegsminister Boris Pistorius (SPD) haben die Rede des US-Außenministers Marco Rubio auf der „Münchner Sicherheitskonferenz“ mit stehenden Ovationen bedacht. Rubios Rede hatte unter anderem den Niedergang des Kolonialismus betrauert und Partnerschaften eingefordert, die nicht an „Schuld und Scham“ gefesselt seien. Bei dem Applaus dafür habe es sich um „Höflichkeit“ gehandelt, sagte Wadephul im Anschluss gegenüber dem „Deutschlandfunk“. „Wir haben da ja nicht gejubelt“, fügte er hinzu, wobei er durchaus Sympathien für den von Rubio geforderten Kampf gegen illegale Migration und für mehr „Wettbewerbsfähigkeit“ äußerte. Auch ein Sprecher des Kriegsministeriums verteidigte seinen Chef: „Der Applaus für die Rede heißt selbstverständlich nicht, dass ​Minister Pistorius der Rede von US-Außenminister Rubio insgesamt oder gar in allen Punkten zustimmt.“ Pistorius habe sich vor allem erhoben, weil der Ton der Rede anders gewesen sei als der von JD Vance vor einem Jahr.

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"Aufgestanden", UZ vom 20. Februar 2026



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