Mehr als 80 Jahre nach der Hinrichtung von 200 griechischen Widerstandskämpfern im Athener Vorort Kaisariani sind erstmals Fotos der Erschießung während der Besatzung durch die faschistische deutsche Wehrmacht aufgetaucht. Sie wurden von einem belgischen Sammler auf eBay zum Verkauf angeboten.
Die Fotos dokumentieren offenbar die letzten Momente der in ihrer Mehrheit kommunistischen Widerstandskämpfer vor ihrer Erschießung am 1. Mai 1944. Die griechische Regierung leitete ein Verfahren zur möglichen Übernahme der Fotos ein. Inzwischen wurden mindestens zwei der auf den Fotos abgebildeten Männer von Angehörigen erkannt, berichtete die Zeitung „Ta Nea“.
Die 200 Griechen waren am 1. Mai 1944 als Vergeltung für den Tod von vier Wehrmachtssoldaten hingerichtet worden. Fünf Monate später wurde die Wehrmacht unter dem Druck der Angriffe des griechischen Widerstands unter Führung der Kommunistischen Partei Griechenlands (KKE) aus dem Land vertrieben. Die KKE äußerte sich in einer Stellungnahme zum Wert der gefundenen Bilder: „Sie fangen die moralische Größe der Kommunisten ein, die unbeugsam in den Tod marschierten, mit unerschütterlichem Glauben an die gerechte Sache des Kampfes für eine Welt ohne Unterdrückung und Ausbeutung. Sie dienen als Inspirationsquelle für jüngere Generationen in einer Zeit, in der sich erneut die Wolken eines allgemeinen imperialistischen Krieges bedrohlich zusammenbrauen.“








