Jerusalem soll durch ein neues Siedlungsprojekt wieder weiter ins Westjordanland ausgedehnt werden. Hunderte neue Wohneinheiten sollen in der Nähe einer 1967 von Israel eroberten und später annektierten Siedlung in Ost-Jerusalem gebaut werden. Die israelische Organisation „Peace Now“ bezeichnet dies als eine „De-facto-Annexion durch die Hintertür“.
Offiziell sieht der Plan israelischer Behörden vor, dass ein Gelände bebaut wird, das sich in relativer Nähe zu einer israelischen Siedlung im Westjordanland befindet. Das Bauvorhaben wird offiziell als Erweiterung dieser Siedlung dargestellt, obwohl es keine räumliche Verbindung mit dieser Ortschaft gibt.
Die israelische Regierung hat inzwischen den Vorschlag gebilligt, der israelischen Siedlern den Erwerb von Land im Westjordanland erleichtern soll. Kriegsminister Israel Katz sprach von einem „wesentlichen sicherheits- und verwaltungspolitischen Schritt, der darauf abzielt, die volle Kontrolle, Durchsetzungskraft und Handlungsfreiheit des Staates Israel im Gebiet zu gewährleisten“.








