Zu „Teurer Flop in Neuauflage“, UZ vom 13. Februar

Finanzielle Anreize

Harald Kolbe, Hannover

In dem Artikel wird der Paradigmenwechsel zu einem Drei-Säulen-Modell beschrieben, der aus dem Jahr 2001 unter der Schröder-Regierung stammt. Wenig bekannt ist, dass dieses Modell bereits 1998 von der OECD propagiert wurde. Die Studie „Wahrung der Prosperität in einer alternden Gesellschaft“ von 1998 enthält OECD-Grundsätze für die Reformen der Rentensysteme. Dort heißt es zur Begründung, dass die gesetzlichen Rentensysteme reformiert werden sollten, um finanzielle Anreize für einen vorzeitigen Eintritt in den Ruhestand zu beseitigen sowie finanzielle Anreize für einen späteren Eintritt in den Ruhestand zu geben. Übergeordnetes Ziel ist die Haushaltskonsolidierung und die Senkung der Staatsverschuldung. Das würde auch eine schrittweise Senkung der Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung sowie eine vorsorgliche Erhöhung der Beitragssätze erfordern. Das Renteneinkommen sollte sich deshalb aus einer Kombination von drei Säulen zusammensetzen: Kapitaldeckungsverfahren (entspricht Aktienrente), private Ersparnisse (private beziehungsweise betriebliche AV) und laufende Einkünfte (entspricht GRV).

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"Finanzielle Anreize", UZ vom 6. März 2026



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