Kämpferische Demonstration anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März in Gießen

Frauen für Frieden

Der Internationale Frauentag ist ein Tag des Kampfes und der internationalen Solidarität. Dieser Tag entstand nicht aus Symbolpolitik, er wurde erkämpft – von Frauen, die sich gegen Ausbeutung, Armut und politische Entrechtung erhoben. Wir leben in einer Zeit multipler Krisen. Kriege, soziale Unsicherheit, steigende Lebenshaltungskosten, Wohnungsnot und zunehmende Militarisierung prägen unsere Realität. Milliarden werden in Rüstung investiert, während in Krankenhäusern Personal fehlt, Kitas überlastet sind und soziale Infrastruktur unter Druck gerät. Das erklärte Martina Lennartz (DKP) auf der Auftaktkundgebung zum Internationalen Frauenkampftag am 8. März in Gießen. Dort sprach sie für das Wahlbündnis „Gießen – sozial und friedenstüchtig“ (GSF). Zweihundert Menschen hatten sich zur Demonstration auf dem Rathausplatz eingefunden.

Der Demozug war bunt mit vielen Bannern, Schildern, Fahnen und einem roten Block. Vor allem war er laut und kämpferisch. Parolen wie „8. März heißt Widerstand – Frauen kämpfen Hand in Hand“, „Feuer und Flamme dem Patriarchat, der größte Zuhälter ist der Staat“ und „Frauen kämpfen international gegen Sexismus, Krieg und Kapital“ hallten durch die Straßen.

Eine Rednerin der Antifaschistischen Revolutionären Aktion Gießen (ARAG) sagte, der Feminismus sei heute in aller Munde. Ob in Werbespots großer Konzerne, in Imagekampagnen internationaler Unternehmen, auf T-Shirts verschiedener Modeketten oder in Hochglanzkampagnen zum Weltfrauentag – überall „Feminismus“. Das könnte ein idyllischer Zustand sein, wenn dieser Feminismus nicht zur inhaltslosen Ramschware verkomme und gegen die Interessen der Frauen- und Arbeiterbewegung instrumentalisiert werde. Die schlimmste Schweinerei sei ein Feminismus, der missbraucht werde, um die Barbarei des Militarismus zu legitimieren.

Einig waren sich alle Rednerinnen, auch der KP, der Palästina Solidarität Gießen, eine Genossin des kurdischen Frauenrats und eine des Internationalen Jungenverbands (IJV), dass wir mit Entschiedenheit für eine klassenlose Gesellschaft kämpfen müssen, in der das Patriarchat begraben wird und alle Menschen ein freies Leben in Frieden führen können.

Musikalisch unterstützt wurde der Zug vom Chor der Solidarität Gießen. Der sang unter anderem „Brot und Rosen“, und am Ende mit allen Teilnehmern gemeinsam weithin hörbar die „Internationale“.

Worauf warten? Organisieren wir uns jetzt – gegen Patriarchat, Krieg und Kapital!

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