Es war deutlich unter null Grad, als sich die ersten Demonstranten am Sonntagmorgen am Frankfurter Tor in Berlin versammelten. Trotz Sonnenschein war der Wind eisig. Als aus dem Lautsprecherwagen der DKP die „Bots“ fragten, „Was wollen wir trinken?“, kam Bewegung in den Block. Vorerst marschierten die Genossinnen und Genossen auf der Stelle. Sie machten dennoch deutlich: Sie sind hier, um ein Zeichen gegen den deutschen Militarismus zu setzen.
Eine halbe Stunde später setzte sich die Luxemburg-Liebknecht-Demonstration mit hunderten wehenden roten Fahnen in Bewegung. Nicht nur im Block der DKP war die Solidarität mit Venezuela und dessen entführtem Präsidenten Nicolás Maduro hör- und sichtbar. Vom Internationalismus der Demonstration zeugten auch zahlreiche palästinensische und kubanische Fahnen. Patrik Köbele, der Vorsitzende der DKP, erklärte vom Lautsprecherwagen, warum die Solidarität wichtig ist: „Die Imperialisten wehren sich mit allen Mitteln gegen die Herausbildung der multipolaren Welt.“ Die Ziele ihrer Attacken seien momentan Venezuela, Kuba, Palästina oder der Iran. Letztlich gehe es gegen Russland und China. Das sei ein gefährliches Spiel mit dem Weltkrieg, deshalb sei es die Aufgabe, die Imperialisten zum Frieden zu zwingen.
Dem Block der DKP, an dem sich unter anderem Kommunistinnen und Kommunisten aus Britannien, Dänemark, Griechenland, Tschechien und der Türkei beteiligten, folgte der Jugendblock von SDAJ, SDS und der Linksjugend solid mit tausend Teilnehmern. Sein Motto: „Nein zur Wehrpflicht! Ja zum Frieden!“
Weitgehend unbehelligt durch die Polizei erreichte der Zug den Friedhof der Sozialisten. Gestärkt durch eine warme Suppe, einen Punsch oder Glühwein und vor allem durch das gemeinsame Demonstrieren traten die Genossinnen und Genossen den Heimweg an. Der Kampf gegen den Militarismus geht ja schließlich weiter.









