Die IG Metall hat für diese Woche zu Warnstreiks in der Holz- und Kunststoffindustrie aufgerufen. Zuvor hatte die Kapitalseite bei den Tarifverhandlungen ein „Angebot“ vorgelegt, in dem die Gewerkschaft keinen Willen erkennen kann, zu einem Abschluss kommen zu wollen. Es sieht unter anderem eine Nullrunde für 2026 und eine Tarifvertragslaufzeit von 29 Monaten vor. Warnstreiks seien deshalb unausweichlich, so die IG Metall, die eine Lohnerhöhung von 5 Prozent fordert. Die Löhne und Gehälter der Auszubildenden sollen überproportional angehoben werden.
Seit Anfang 2022 sind die Verbraucherpreise um 17,4 Prozent gestiegen, die Einkommen der Beschäftigten in der Holz- und Kunststoffindustrie nach Angaben der IG Metall jedoch nur um 12,9 Prozent. Der reale Kaufkraftverlust beträgt also fast 5 Prozent.
In der Branche arbeiten rund 166.000 Menschen – von Kfz-Zulieferern und Herstellern von Küchen bis zu Klavierbauern. Die Verhandlungen werden regional in den unterschiedlichen Tarifgebieten geführt. Die dritte Verhandlungsrunde soll ab dem 19. Januar stattfinden.








