
Im Themenblock „Antifaschismus“ in der Generaldebatte hat der designierte Parteivorsitzende Luigi Pantisano das Losglück. Auch er beschwört die Gefahr durch die AfD an der Macht, weist auf die Reden der beiden Frauen aus Israel und Palästina hin, die ja ein Bild davon gezeichnet hätten, dass Faschisten an der Macht nur Trümmer hinterlassen. „Wer abgeholt wird, das bin ich“, sagt er mit Hinblick auf die Zukunftsängste migrantischer Mitglieder der Linkspartei.
Dann versucht er – ganz im Sinne des Amtes, in das er sich morgen wählen lassen möchte, es allen Seiten recht zu machen. Und eiert dabei um eine Antwort auf die brennende Frage herum, ob man denn nun eine CDU-Regierung tolerieren soll oder sogar eine mit ihr bilden will.
Bezahlbare Mieten und keine Militarisierung seien die Bedingungen der antifaschistischen Partei „Die Linke“ für Regierungsbildungen. Aber man müsse mit den Gliederungen in Orten reden, wo jeder zweite ein Nazi ist. Alles ein bisschen schwierig. Aha.
Auch der Rest der Debatte dreht sich um die AfD, einige malen Horrorszenarien aus, andere machen konkrete Vorschläge, um an die Menschen der AfD wieder abzujagen. Für einige gehört dazu auch, Regierungen an den eigenen Inhalten zu messen und nicht anders herum.