Die Sozialistische Linke will, dass sich der Leitantrag mit der „zerstörerischen Kraft von Sanktionen“ befasst, heißt es in der Für-Rede. Im Antrag steht: „Unser Internationalismus setzt auf Kooperation von unten, auf humanitäre Hilfe statt Krieg und Technologietransfer statt Wirtschaftssanktionen. Die steigende Zahl und Intensität von Sanktionen als einseitige Zwangsmaßnahmen dienen der Durchsetzung imperialistischer Interessen. Sie gehen immer zu Lasten der Bevölkerung, schaffen ähnlich viel Leid und Tod wie ein Krieg mit Waffen und verletzen insbesondere die Menschenrechte und den UN-Sozialpakt sowie das Recht der Bevölkerungen, ihre wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung zu bestimmen und dafür über ihre natürlichen Reichtümer frei zu verfügen. Dies belegt die jahrzehntelange US-EU-Sanktionspolitik gegen Kuba, Irak, Iran, Russland, Syrien etc. mit Millionen Toten.“
Der Antrag hätte das Zeug, das NATO-Narrativ in der Linkspartei zurückzudrängen. Äußerungen des Spitzenpersonals hatten in der Vergangenheit immer wieder Sympathien für Sanktionen erkennen lassen, vor allem gegen Russland. Auch vergangene Parteitagsbeschlüsse hatten positiv Bezug auf den Sanktionskrieg genommen.
Leider ändert sich daran nichts. Der Antrag wird mit 242 zu 166 Stimmen abgelehnt.