Die ersten Fünf

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In Fünfergruppen treten die Kandidatinnen für die quotierte Liste an. (Foto:UZ)

Chiara Stenger aus Berlin will, dass Die Linke „kämpferischer und sozialistischer“ wird. Der AfD müsse man den Boden entziehen, indem man Kürzung und Kahlschlag bekämpft. In Regierungen mit SPD und Grünen, in denen man kürze, Waffen liefert oder Kriegskrediten zustimmt, sei das nicht möglich. Sie spricht sich klar gegen Regierungsbeteiligungen aus.

Hanna Wanke (Bayern) kritisiert die Hochrüstung, für die „uns die Butter vom Brot“ gestrichen werde. Der großangelegte Angriff auf die arbeitende Klasse hänge mit der Militarisierung zusammen. Sie berichtet von dem Kampf der Mieterinnen und Mieter in ihrer Stadt, die sich erfolgreich gegen hohe Nachzahlungen gewehrt haben. Ihr Ziel: Eine Perspektive „jenseits von Krieg und Kapitalismus“.

Hannah Deniz Akgül zitiert Adorno und will eine Partei, die „Hoffnung gibt, statt Elend zu verwalten“. Dann noch ein Versprechen: „Ich werde kämpfen, wie ich schon mein ganzes Leben gekämpft habe.“ Nachdem sie in der Vergangenheit bereits mehrmals dadurch aufgefallen war, Palästina-solidarische Mitglieder der Linksjugend bei der Presse anzuschwärzen, empfiehlt sie in der Fragerunde, die „BR-Recherche“, die der Linksjugend Stalinismus vorwirft, „ernstzunehmen“. Solidarität gibt es bei ihr nicht.

Johanna Glameyer aus Sachsen meint, es stehe „schlecht um unseren Planeten“. Das liege am Kapitalismus. Wer die Zukunft gestalten soll, müsse andere Wege gehen. Umweltpolitik müsse als Daseinsvorsorge verstanden werden. Dann sagt sie etwas, was man nicht so häufig hört: „Ich scheue mich nicht, mit diesem Teppich hier vor euch zu stehen.“ Der bunte Teppich, den sie in der Hand hält, stehe für die Verbindung von Menschen und war Teil eines „riesigen Blütenteppichs“ vor dem Brandenburger Tor.

Die Partei müsse an den kleinen Sorgen der Menschen anknüpfen, aber auch über diese Kämpfe hinausweisen, sagt Katharina Dahme aus Niedersachsen. Sie fände es besser, wenn man „Geländegewinne außerhalb, nicht innerhalb der Partei“ zum Maßstab machen könnte.

Das sind die ersten fünf Kandidatinnen. Nun werden Fragen beantwortet und dann geht es in Fünfer-Blöcken weiter.