Endlich sagt’s mal einer

Er habe sich auch über Äußerungen von Linksjugend-Mitgliedern geärgert, sagt Jan Henrik Müller aus Nordrhein-Westfalen. Das sei aber „kein Grund, über jedes Stöckchen des Bayerischen Rundfunks zu springen“. Es gebe sowieso größere Probleme. Zum Beispiel „Leitanträge, die die EU schönreden“ oder Bundesratsmitglieder, die den Kriegskrediten zustimmen. Vor allem müsse aber ein anderes Thema angegangen werden: Sozialkürzungen und Aufrüstung hängen zusammen. Allerhand! Mit Müller endet der „offene Themenblock“ in der Generaldebatte, 60 Rednerinnen und Redner kamen nicht mehr zum Zug.

Es folgt eine Diskussion über die von der Tagesleitung gesetzten Redebeiträge, deren Zeit von der Gesamtredezeit der anderen (ausgelosten) Delegierten abgeht. Per Geschäftsordnungsantrag wird verfügt, dass die gesetzten Reden nicht mehr von der Gesamtzeit abgezogen werden. Wie sich herausstellt gibt es nur noch einen solchen Redebeitrag – und zwar von der Cheffriedenstaube Jan van Aken. Nebenbei verkündet die Tagesleitung, dass es heute bis 23 Uhr geht.