Jens Schwaab findet: Wenn Krieg von Deutschland ausgeht, dann muss er auch von Deutschland aus verhindert werden. Als Beispiel nennt der Delegierte aus Rheinland-Pfalz die Ramstein Air Base. „Als Partei mit einem sozialistischen Anspruch“, müsse „Die Linke“ ein Bollwerk gegen die Militarisierung sein. Ihm sei gesagt worden, dass diese Position nicht populär sei. Dann sei es doch Aufgabe der „Linken“, diese Position populär zu machen, ruft er den Delegierten zu. Nun wird auch wieder lauter geklatscht.
Dr. Karsten Lippmann spricht über die UN-Behindertenrechtskonvention, deren 20-jähriges Jubiläum die Bundesregierung auf ihre eigene Weise feiere: Mit Kürzungen bei Pflege und Eingliederungshilfe. Er und andere Menschen mit Behinderung leisten Widerstand und werden dafür auch gebraucht. Nach seiner Rede beim letzten Parteitag, habe sich ein „Nazi-Kobold“ im Internet über ihn und andere lustig gemacht. Er spreche heute auch, um Solidarität mit den anderen betroffenen Genossinnen und Genossen zu zeigen. Als Historiker wisse er: „Man gibt Nazis nicht nach“. Der Saal jubelt samt Standing Ovations – stiller Applaus ist nicht mehr.
Markus Pohle findet die Linkspartei diskutiere, ob sie avangardistisch genug für sich selber sei. Dabei gehe es doch um Menschen, nicht um Bücher. Er will ein nüchternes Verhältnis zum Staat, nicht abseits des Spielfelds stehen, wir vermuten, er meint damit einen Platz am Tisch der Regierenden, und wenn es der Katzentisch ist. Im Saal ist es wieder leiser.