Fragerunde


Klima, Feminismus, die Hoffnung organisieren, Intersektionalismus, das Managen neuer Ideen, Kuba und das solidarische Miteinander – das sind die Themen, zu denen in den drei dafür vorgesehenen Minuten Fragen an Ines Schwerdtner formuliert werden. Zur Regierungsbeteiligung oder zur Tolerierung von Minderheitsregierungen der CDU fragt sie keiner. Vielleicht wollen es manche Delegierte einfach nicht genauer wissen. Die Antworten sind so blumig wie unkonkret. Arbeiter organisieren, Konzepte entwicklen, Hoffnung ebenso. Zeit um, jetzt der Neue.

„Wie stehst du zu Regierungsbeteiligungen der Linken?“, fragt die erste Delegierte Luigi Pantisano. Sehr gut, das interessiert uns auch. Pantisano macht klar: Über Regierungsbeteiligungen entscheiden die Genossinnen und Genossen in den Ländern. Ein Drittel des Saals klatscht. Von einer Koalition mit CDU oder SPD will er sich nicht allgemein distanzieren, sondern inhaltlich diskutieren, was die Folgen einer Regierungsbeteiligung wären. „Macht die CDU faschistische Politik?“, fragt Pantisano. „Teilweise“, antwortet er sich selbst, das mache ihm Sorgen. Dagegen müsse man sich wehren. Was das nun für eine mögliche Regierungsbeteiligung in Sachsen-Anhalt bedeutet, weiß man nicht. Die Zeit ist um, auf andere Fragen kann er nicht mehr eingehen.