Zunächst geht es um die Überschrift. „Die Linke als Steinhaus bauen“, ist der Vorschlag des Parteivorstands. „Friede den Hütten! Krieg den Palästen!“, schlägt der Kreisverband Oberhavel vor. Abgelehnt, es bleibt beim Steinhaus.
Die Sozialistische Linke will zum Niedergang der deutschen Industrie festhalten: „Entscheidend beschleunigt wurde dies durch den weitgehenden Wegfall vergleichsweise günstiger russischer Energielieferungen, verursacht durch die Sanktionen und Lieferstopps in Folge des Ukrainekriegs. Dies steht im Kontext der imperialistischen Konfrontation des NATO-Blocks gen Osten. Insbesondere die von den USA seit Jahrzehnten verfolgte Abspaltung deutscher Industrie von Energie und Rohstoffen aus Russland hat die aktuelle Krise energieintensiver Industriezweige und der Lebenshaltungskosten der Bevölkerung wesentlich mit befeuert.“
Dagegen steigt wenig überraschend Wulf Gallert in den Ring. „So zu tun, als würde die Einstellung der Gaslieferungen aus Russland ausschließlich“ Folge der „Wirkung von NATO und des Westens gewesen sein“, sei falsch. Es handele sich um eine „politische Waffe gegen die Ukraine“.
In der Für-Rede wird dafür geworben, sich endlich mal gegen „den Hauptfeind im eigenen Land“ zu richten. Der Parteitag sieht das anders und lehnt den Antrag mit großer Mehrheit ab.