Krasse Gegensätze

Olha Lushankina aus Berlin fragt die Delegierten, ob sie sich sicher fühlen. Ein jeder kämpfe auf seine Weise, einige „Genossen kämpfen mit der Waffe in der Hand“. Zum Beispiel in der Ukraine. Schließlich gehe es darum, zu verhindern, dass „Faschisten und Imperien“ ihre Interessen durchsetzen. Putin sei ein „Imperialist“, sagt sie. Die Linke müsse „Sicherheit neu denken“, kommt sie auf ihre Eingangsfrage zurück. Dazu hätten wir viele Fragen. Die Delegierten aber leider nicht, zumindest keine kritischen. Sie wird lediglich nach ihrer Rolle als „migrantische Frau im Parteivorstand“ und nach ihrem Sicherheitskonzept gegen das „faschistische Russland“ befragt. Ihre Antwort bringt wenig Klärung. Die Bandbreite in der „Linken“ ist enorm.

Die Bundestagsabgeordnete Tamara Mazzi kehrt zum Kampf gegen die Militarisierung zurück. „Sie nehmen unser Geld und werfen es Rheinmetall in den Rachen“, berichtet sie ihre Erfahrungen aus dem Haushaltsausschuss des Bundestags. „Die Linke“ müsse die „wirkliche Opposition“ sein, und „kein Teil des Einheitsbreis“. Opposition nicht nur gegen die anderen Parteien, sondern gegen das gesamte System, fordert sie. Sie wünscht sich einen PV, der solidarisch mit Kuba ist und der den Zusammenhang zwischen Kahlschlag und Aufrüstung deutlich macht. Bei allen Kampagnen müsse „sichtbar sein, wo der Feind steht. Und dass der Feind mehr ist als die AfD“.