Nun wird noch ein Dringlichkeitsantrag beschlossen: „Es reicht! Wir organisieren den Aufstand: gegen Sozialabbau und Militarisierung“. Engagierte Einbringung von Özlem Demirel, fast einstimmiger Beschluss.
Nächstes Thema: Sexarbeit, sehr umstritten und sehr wenig Zeit. Freier bestrafen oder Entkriminalisierung? Sexarbeit gleichstellen oder Prostitution überwinden? Meinungen gibt es genug, und man will unbedingt einen Beschluss zum Ende des Parteitags. Es werden im Schnelldurchlauf mehrere Anträge behandelt. Unter teils sehr aufgebrachten Gegenreden und Protesten im Saal werden zwei zusammengeführte Anträge mit deutlicher Mehrheit beschlossen: „Solidarität mit migrantischen und rassialisierten Sexarbeiter:innen – gegen Kriminalisierung und rassistische Migrationspolitik“ und „Solidarität mit Sexarbeiter*innen, für Rechte und Sichtbarkeit – Gegen Patriarchat, staatliche Repression und Menschenhandel“. Komplett geändert wird der Antrag „Freier sind keine Genossen!“ zu „Solidarische Antworten auf Ausbeutung in der Sexarbeit“. Eine Verurteilung von Sexkauf ist damit vom Tisch. Der Parteitag hat schon mehr als eine halbe Stunde überzogen. Und ist immer noch nicht vorbei. Wieder gibt es einen GO-Antrag. Ein Dringlichkeitsantrag zu Kuba soll beschlossen werden.