Wahlkampfreden zu dokumentieren, ist langweilig. Aber eine kleine Ausnahme machen wir: Eva von Angern, „Linke“-Spitzenkandidatin in Sachsen-Anhalt, ist besorgt. Sie möchte nicht mit einem Beschluss dieses Parteitages nach Hause fahren, „der es mir untersagt, mit Demokratinnen und Demokraten zu reden“. Heißt im Klartext: Sie will keinen Beschluss, der eine Zusammenarbeit mit der CDU oder die Unterstützung einer CDU-geführten Regierung in Sachsen-Anhalt behindert. Ein Teil des Saals klatscht frenetisch, auch Heidi Reichinnek, Ines Schwerdtner und Sören Pellmann jubeln ihr zu, wie auf der großen Leinwand zu sehen ist. Das bleibt spannend.
Ansonsten geht es bisher um Ökologie und linke Kommunalpolitik, die „Rechte von Sexarbeiter*innen“ und fehlende Analysen dazu, warum es in Baden-Württemberg nicht ganz gereicht hat – und das alles in nur zwei Redebeiträgen. Aber dann nochmal Erholung, Hannis Herbst, Landesvorsitzender in Mecklenburg-Vorpommern macht auch noch Wahlkampf.