Zahnarztbehandlungen

Karenztage statt Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ab dem ersten Tag, Debatte um Erhöhung des Renteneintrittsalter, Erhöhung der Wochenarbeitszeit, Verunglimpfung von Teilzeitarbeit und von Menschen, die auf Grundsicherung angewiesen sind: Die Bevölkerung soll mürbe gemacht werden, damit sie die kommenden Einschnitte in unsere mühsam erkämpften Rechte möglichst stillschweigend hinnimmt. Die neueste Strophe im Klagelied der ausbeuterischen Klasse über die Unzumutbarkeiten, die ihren Profit schmälern, singt der CDU-Wirtschaftsrat. Man möge doch bitte diese Mütterrente abschaffen, fordern die – und die Übernahme von Zahnarztbehandlungen durch gesetzliche Krankenkassen erst recht. Dass die dank vieler Zuzahlung eh schon eine enorme Belastung für Normalverdiener ist, interessiert die Herrn Privatversicherten nicht. Laut Statistischem Bundesamt sind mehr als 16 Prozent der deutschen Bevölkerung armutsgefährdet. Das sind mehr als 13 Millionen Menschen. Der CDU-Wirtschaftsrat findet, das soll man ihnen gefälligst auch ansehen.

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"Zahnarztbehandlungen", UZ vom 6. Februar 2026



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