Zu „Schöne Party, wenig Perspektiven“, UZ vom 1. Juli

Der MSB fehlt

Roland Zenk, Eschborn

Ich war auch auf der MSB-Party und ich fand die Einschätzung von Manfred Sohn doch ein bisschen zu negativ und hätte sie mir vorwärtsweisender gewünscht. Die meisten der anwesenden Ex-Spartakistinnen und -Spartakisten sind immer noch in linken Initiativen aktiv, seien es internationalistische, Friedens-, ökologische, feministische, kommunalpolitische Initiativen, sei es in der Gewerkschaftsarbeit, Flüchtlingsarbeit oder Parteiarbeit in der Linkspartei oder DKP. Auch wenn die meisten sich heute wohl nicht mehr als Marxisten-Leninisten verstehen. Aber als Kommunistin, als Kommunist wird man in der Politik immer wieder auf Ex-Spartakisten treffen und das sehr oft an führender Stelle. Kein Wunder, denn sie sind im MSB und in der DKP durch eine gute Schule gegangen. Über solche Bündnispartner sollte man positiver berichten. Ich bedanke mich bei den Organisatorinnen und Organisatoren des Treffens. Ich fand es sehr produktiv. Neue Kontakte wurden geknüpft, alte wiederbelebt. Unser MSB hat so eine 50-Jahr-Feier verdient. Die Lücke, die durch seine Auflösung 1990 gerissen wurde, ist an den Universitäten nie wieder geschlossen worden. Er fehlt.

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"Der MSB fehlt", UZ vom 15. Juli 2022



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