Exzellenz mit Kater

Die sogenannte Exzellenzkomission des Bundes und der Länder hat fünf neue „Exzellenzuniversitäten“ bekanntgegeben. Ab dem kommenden Jahr dürfen sich die Unis in Freiburg, Jena, Köln sowie die Rhein-Main-Universität und das Ruhr Innovation Lab mit dem begehrten Titel schmücken und auf zusätzliche Fördermittel freuen. Für Katerstimmung unter den Prämierten sorgte die Erkenntnis, dass das Budget für die Exzellenzförderung langsamer steigt als die Zahl der prämierten Universitäten, was zu Einschnitten bei den einzelnen Preisträgern führt. Grundsätzliche Kritik kam unter anderem vom „freien zusammenschluss von student*innenschaften“ (fzs). „Was nützt es uns, wenn eine Universität sich auf dem Papier ‚exzellent‘ nennen darf, es den Studierenden im Alltag aber sprichwörtlich durch das marode Dach der Bibliothek regnet?“, fragt der fzs-Referent Maximilian Wimme. Der gewollte Konkurrenzkampf der Hochschulen führe zu einer „Zwei-Klassen-Bildung“, die große Standorte bevorzuge. Auch innerhalb der Universitäten komme es dadurch zu Verschiebungen. So würden „ausgewählte MINT- oder medizinische Forschungscluster gefördert“, während „Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften im selben Haus kaputtgespart“ werden.

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"Exzellenz mit Kater", UZ vom 9. Oktober 2026



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