Rund 3.000 Menschen haben am Samstag in München gegen die zeitgleich stattfindende „Sicherheitskonferenz“ demonstriert. Zu der Demonstration hatte das Bündnis gegen die NATO-Sicherheitskonferenz aufgerufen. Neben der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) und der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ) beteiligten sich Kommunistische Partei aus der Türkei und Griechenland, Gruppen der Palästina-Solidarität, kurdische Gruppen, christliche Pazifisten, diverse Jugendverbände und Gewerkschafter an dem Protest.
Redner positionierten sich gegen die geplante Stationierung neuartiger US-Mittelstreckenraketen in der BRD, die im Juli dieses Jahres beginnen soll, und die massive Aufrüstung der Bundesregierung. Gut sichtbar war auch die Solidarität mit Palästina und Kuba. Gewerkschafter Mark Ellmann berichtete, dass sich weltweit Widerstand rege gegen den völkerrechtswidrigen Versuch der USA, die kubanische Bevölkerung auszuhungern. Ellmann verwies auf eine geplante internationale Solidaritätsflotte für Kuba.
Die ehemalige Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen (BSW) forderte auf der Auftaktkundgebung am Stachus: „Wenn NATO allein Krieg und selbstzerstörerische Aufrüstung bedeutet, dann wird es Zeit, dass wir Druck machen, dass Deutschland in Washington die Austrittsurkunde hinterlegt!“ Frieden und die Verteidigung des Sozialstaats seien ohne den Austritt aus der NATO nicht zu haben.
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