Am 23. Februar ist Booker Ngesa Omole, Generalsekretär der Communist Party Marxist-Kenya (CPM-K), von unbekannten Polizisten in Zivilkleidung festgenommen und entführt worden. Laut Omole kam es während seiner Gefangenschaft zu Folter durch die Polizei. Ohne klare Anschuldigungen oder Beweise einer Straftat bleibt er weiterhin in Haft. Omole berichtet, dass er nicht ausreichend mit Essen und Wasser versorgt werde.
Die CPM-K wird seit Jahren von der kenianischen Regierung unter Präsident William Ruto verfolgt und unterdrückt, weil die Partei eine führende Rolle bei den großen Aufständen gegen die vom Internationalen Währungfonds erzwungene Politik gespielt hat in den letzten Jahren. Während dieser Aufstände wurden über 100 Demonstrierende durch Polizeikräfte getötet, und hunderte weitere verletzt. Viele der Opfer kamen aus den Reihen der CPM-K.
Die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) solidarisiert sich mit ihrer Schwesterpartei und fordert die sofortige Freilassung von Omole. In einer Aktion vor der Botschaft Kenias in Berlin am 25. Februar unterstrichen die Teilnehmer diese Forderung. Sie übermittelten einen Brief an die Botschafterin Kenias.
In ihrem Solidaritätsbrief an die CPM-K schreibt die DKP:
„Ihr und wir kämpfen gegen denselben Feind, den Imperialismus, der in unserem Land einen Krieg gegen Russland und das sozialistische China vorbereitet und daran arbeitet, euer Land Kenia zu einem Sprungbrett für seine Interventionen in ganz Afrika und darüber hinaus zu machen. Als konsequenteste Kraft gegen diese imperialistische Politik steht Ihre Partei, die CPM-K, seit langem unter Beschuss des kenianischen Staates, der von der Kompradorenbourgeoisie geführt wird und versucht, die kommunistische, Arbeiter- und antiimperialistische Bewegung in Kenia zu schwächen. Es ist nicht das erste Mal, dass der Staat brutal gegen Booker Omole und andere Mitglieder Ihrer Partei vorgeht. Diese Entführung markiert nun eine extreme Eskalation der Gewalt gegen die CPM-K.
Wir verurteilen die Entführung des Genossen Booker Ngesa Omole und fordern seine sofortige Freilassung.“









