Betr.: UZ 17 und 18/2017 zur IG Metall

Gewerkschaftsquellen zur Kenntnis nehmen

Von Norbert Birkwald, Mörfelden-Walldorf

Der Kommentar von Manfred Dietenberger in der UZ 17/2017 zum vermeintlichen „Arbeiterverrat“ der IG Metall wird von Philipp Kissel in der UZ 18/2017 durch größere Länge und mehr Verwirrung getoppt. Bevor die Autoren die IG Metall als „Gelbe Gewerkschaft“ diffamieren, hätten sie sich mal das verschlimmbesserte „neue“ AÜG vornehmen sollen. Kissel und Dietenberger sei empfohlen, zukünftig gewerkschaftliche Quellen zumindest mal zur Kenntnis zu nehmen, bevor Behauptungen aufgestellt werden, wie „… das Festhalten und Vertiefen der Leiharbeit der IG-Metall-Führung ist ihr Interesse an der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Konzerne“.

Lenin schreibt, dass die kommunistische Presse ein „kollektiver Organisator“ zu sein hat. Was macht der Leiharbeiter also mit Kissels Satz „Es gibt nur noch für einen Teil der Beschäftigten so etwas wie eine Gewerkschaft, und damit auch wieder nicht.“ Er organisiert sich weiterhin nicht. Womit Kissels Vorhersage ja erreicht wäre.

Mit solidarischen Grüßen, aber ziemlich verärgert

Dieser Artikel ist für Sie kostenlos. Kritischer Journalismus braucht allerdings Unterstützung, um dauerhaft existieren zu können. Daher freuen wir uns, wenn Sie sich für ein Abonnement der UZ (als gedruckte Wochenzeitung und/oder in digitaler Vollversion) entscheiden. Sie können die UZ vorher 6 Wochen lang kostenlos und unverbindlich testen.

✘ Leserbrief schreiben

An die UZ-Redaktion (leserbriefe (at) unsere-zeit.de)

"Gewerkschaftsquellen zur Kenntnis nehmen", UZ vom 12. Mai 2017



    Bitte beweise, dass du kein Spambot bist und wähle das Symbol Tasse.



    UZ Probe-Abo [6 Wochen Gratis]

    Das könnte Sie auch interessieren

    Unsere Zeit