Zu „Tizian und die Krise des Renaissance-Humanismus“, UZ vom 21. August

In die Welt der Kunst

Ursula Vogt, Regensburg

Ein Dank an die UZ, dass sie Jenny Farrell immer wieder viel Raum gibt, damit diese uns mit ihren Artikeln in die Welt der Kunst entführen und uns zeigen kann, wie gesellschaftliche Veränderungen auf Inhalt und Stil von Künstlern einwirken und ihren Ausdruck in den Werken finden. Der Artikel zum 450. Todestag des Malers Tizian präsentiert das an vier Werken des Künstlers: Maria in ihrer kraftvollen Himmelfahrt steht als Allegorie Venedigs auf dem Höhepunkt seiner Macht. Der Widerstand der unabhängigen Republik gegen die spanisch-habsburgische Reaktion findet sich im provokant offenen Blick der Venus von Urbino. Die sich abzeichnende Krise und Verunsicherung des Individuums ist eingefangen im strengen, fast schwermütigen Bild des Juristen Ippolito Riminaldi. Die Schindung des Marsyas dann letztlich als Darstellung des Zusammenbruchs der Renaissance, des Niedergangs, des Triumphs der Düsternis und Reaktion, der Folter, der Gewalt. Leider ist – sicherlich aus Platzgründen – nur das Gemälde „Venus von Urbino“ abgedruckt. Es lohnt sich, die Gemälde im Internet aufzurufen und sie zusammen mit Jennys Artikel zu betrachten. Diese Gemälde, die eine helle Gesellschaft im Niedergang nachzeichnen, haben mich tief ergriffen.

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"In die Welt der Kunst", UZ vom 28. August 2026



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