Betr.: Griechenlanddebatte

Lehrstück und Praxistest Griechenland

Von Klaus Mausner, Stuttgart

Die Geschehnisse in Griechenland entfalten sich als atemberaubendes Lehrstück: Über die Erpressungspolitik Konzerneuropas unter deutsch-imperialistischer Führung; über reformistische Illusionen der ELP in dasselbe, mit ihrem „Vorzeige-Helden“ Tsipras an der Spitze; wie auch über konsequente Klassenpositionen einer kommunistischen Einschätzung z. B. der KKE.

Tsipras macht inzwischen auf griechischen Schröder, erpresst die eigene Linkspartei Syriza mit der Drohung von Neuwahlen, wenn zu viele Linksabweichler seinem skrupellosen Rückwärts-Salto zum „Reformpaket“ der Troika und dem Komplett-Verrat am Referendum (nach nur 5 Tagen!) im Parlament die Unterstützung versagten. Sein Verrats-Programm peitschte er schließlich (bei vielen Abwesenden seiner Syriza-Fraktion) schließlich mit den Stimmen der Konservativen, der Pasok und der Liberalen durch!

So gesehen wiegen nachträglich die 5,8 Prozent der KKE-Doppel-Neinstimmen beim Referendum (formal als „Enthaltung“ gezählt) unermesslich mehr als die 61,1 Prozent der Illusions-Neinstimmen, die zugleich unfreiwillig einen Blanko-Scheck für die Tsipras-Regierung ausstellten.

Höchste Zeit, dass auch in der DKP klassenmäßige Nüchternheit einkehrt! Schluss mit den unwürdigen Angriffen auf unseren Parteivorsitzenden, weil der einen konsequenten kommunistischen Standpunkt vertrat! Schluss mit den reformistischen Illusionen in die ELP und Tsipras! Jedes Mitglied und erst recht jede/r Funktionär/in der DKP muss sich endlich wieder eines kommunistischen, also revolutionären Standpunkts besinnen!

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"Lehrstück und Praxistest Griechenland", UZ vom 24. Juli 2015



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