Anlässlich des bevorstehenden 85. Jahrestages des Überfalls der faschistischen Wehrmacht auf die Sowjetunion haben mehr als 200 Aktive und Gruppen eine Initiative um den Aufruf „Frieden! Russland ist nicht unser Feind!“ gegründet. Wir dokumentieren den Aufruf in voller Länge. Zu den Unterzeichnern gehört auch Patrik Köbele, Parteivorsitzender der DKP. Als Höhepunkt der Kampagne wird eine deutsch-russische politisch-kulturelle Kundgebung in Berlin geplant. Weitere Informationen und die Möglichkeit, den Aufruf zu unterzeichnen, gibt es auf der Website der Initiative.
Russland soll unser Feind sein. Dieser politischen und medialen Vorgabe widersprechen wir. Feinddenken macht dumm und vereist das Herz. Wie immer Einzelne die aktuelle russische Politik bewerten: Russland ist unser europäischer Nachbar und wird es immer bleiben. Wir wollen in Frieden gut mit ihm zusammenleben.
Vor 85 Jahren, am 22. Juni 1941, hat Deutschland die Sowjetunion überfallen, Wehrmacht und SS haben dort barbarisch gewütet. Dieses Kapitel der deutschen Geschichte wird weitgehend mit Schweigen übergangen. Wir schauen hin, wir vergessen nicht.
Heute soll Deutschland wieder kriegstüchtig werden – gegen Russland. Auf Russland zielen auch die US-amerikanischen Mittelstreckenraketen, die auf deutschem Boden stationiert werden sollen. Ob ein möglicher Krieg mit ihnen oder mit deutschen Soldaten geführt wird, unter dem Dach der NATO oder von einer Koalitionen der Willigen: Er wäre ein erneutes Menschheitsverbrechen; dieses Mal mit der Gefahr, uns alle zu vernichten. Dagegen leisten wir Widerstand.
Wir wollen den Reichtum und die Schönheit unseres Kontinents in Geschichte und Kultur erhalten und leben. Dafür sparen wir, mit Bert Brecht, Anmut nicht noch Mühe, Leidenschaft nicht noch Verstand.
Kriegstüchtig? Nicht in unserem Namen!
Viele Menschen, Gruppen und Initiativen sagen bereits: Kriegstüchtig gegen Russland? Nicht in unserem Namen! Lasst uns bundesweit unter dem Dach einer gemeinsamen Website und mit einer deutsch-russischen Politik- und Kulturkundgebung sichtbar machen: Wir sind Viele!
Unterstützt diese Initiative mit Eurer Unterschrift und macht sie bekannt, berichtet auf der Website von Euren Aktivitäten, lasst Euch durch Hinweise auf Filme, Texte, Vorträge anregen, initiiert Diskussionen zu Fragen, die Euch bewegen. Dafür möchten wir eine Plattform bieten: russlandistnichtunserfeind.de.
Webinar „22. Juni 1941 aus russischer und deutscher Sicht. Und: Was können wir tun?“ mit Alexander Milyutin (Botschaftsrat, Botschaft der Russischen Föderation) und Hauke Ritz (Autor)
Donnerstag, 26. Februar
18.30 Uhr
Vorab-Registrierung notwendig.









