Rüstungsauftrag für Bayer

Der Chemiekonzern Bayer hat in den USA einen großen Rüstungsauftrag erhalten. Das US-amerikanische Militär bestellte für seine Waffenschmiede in Pine Bluff, Arkansas, das Glyphosat-Vorprodukt Phosphor. Dabei handelt es sich um einen Vertrag mit fünfjähriger Laufzeit und unbestimmter Liefermenge, wie die Coordination gegen Bayer-Gefahren (CBG) mitteilte.

US-Präsident Donald Trump hatte Phosphor und Glyphosat am 18. Februar als sicherheitsrelevant unter besonderen Schutz gestellt. Dem Dekret zufolge ist elementarer – also reiner – Phosphor „in den Lieferketten der Rüstungsindustrie weit verbreitet und daher von entscheidender Bedeutung für die militärische Einsatzbereitschaft und die nationale Verteidigung“.

Die CBG fordert den Leverkusener Multi auf, Glyphosat und elementaren Phosphor nicht länger als Dual-Use-Güter zu vermarkten. „Bayer hat im Ersten Weltkrieg Chemiewaffen produziert, im Zweiten Weltkrieg die Waffenarsenale der Nazis gefüllt und auch danach noch mörderische Geschäfte nicht zu knapp betrieben. Es wird Zeit, dass der Konzern endlich mit dieser unheilvollen Tradition bricht“, so Brigitte Hincha-Weisel von der CBG.

Dieser Artikel ist für Sie kostenlos. Kritischer Journalismus braucht allerdings Unterstützung, um dauerhaft existieren zu können. Daher freuen wir uns, wenn Sie sich für ein Abonnement der UZ (als gedruckte Wochenzeitung und/oder in digitaler Vollversion) entscheiden. Sie können die UZ vorher 6 Wochen lang kostenlos und unverbindlich testen.

✘ Leserbrief schreiben

An die UZ-Redaktion (leserbriefe (at) unsere-zeit.de)

"Rüstungsauftrag für Bayer", UZ vom 9. Oktober 2026



    Bitte beweise, dass du kein Spambot bist und wähle das Symbol Auto.



    Spenden für DKP