Etwa 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen in Gießen zu einer Kuba-Soli-Veranstaltung. Organisiert wurde der Abend von DKP, SDAJ, Friedensnetzwerk, Kunstklasse, SDS und VVN-BdA. Es ging um die Geschichte Kubas, die aktuelle Situation des Landes und ganz praktisch die Frage, wie Solidarität heute aussehen kann.
Den Auftakt machte Tobias Kriele mit der Vorstellung des Films „Fidel es Fidel“. Er zeigte nicht einfach den Film zum 100. Geburtstag von Fidel Castro, sondern führte durch ausgewählte Sequenzen. Dadurch entstand ein besonderer Zugang zum Film und zu seiner politischen und historischen Bedeutung. Er konnte dabei auch auf seine eigenen Erfahrungen aus einem jahrelangen Aufenthalt in Kuba zurückgreifen. Mit persönlichen Erlebnissen sowie bekannten und weniger bekannten Anekdoten machte er den Film und die darin behandelten Ereignisse lebendig. Besonders deutlich wurde, wie stark die Erinnerung an Fidel Castro und die von ihm vertretenen Ideen bis heute in Teilen der kubanischen Bevölkerung verankert sind. Zugleich wurde deutlich, dass Fidel seinen politischen Kampf nicht allein als Einsatz für Kuba verstanden hatte, sondern ihn stets in einen internationalen Zusammenhang stellte.
Im Anschluss entwickelte sich eine lebhafte Diskussion über die Geschichte der kubanischen Revolution, die internationale Rolle Kubas und die Bedingungen, unter denen das Land heute um seine Souveränität kämpft.
Nach einer Pause berichtete der Landesvorsitzende der SDAJ in Hessen von der Brigade der Jugendorganisation nach Kuba. Sein Vortrag gab einen unmittelbaren Einblick in die Situation in Kuba, die wegen der verschärften US-Blockade sehr schwierig ist. Der Referent zeigte verschiedene Möglichkeiten auf, wie Solidarität mit Kuba praktisch werden kann. Er machte deutlich, dass es nicht nur um Worte geht, sondern praktische Solidarität ganz unterschiedliche Formen annehmen kann: von Bildungs- und Informationsveranstaltungen über politische Arbeit bis hin zu konkreter materieller Unterstützung. Die Botschaft kam an: an dem Abend kamen 1.000 Euro für Kuba zusammen.
Ermutigend war noch etwas anderes an diesem Abend: Unter den Gästen waren viele junge Menschen, die sich politisch einbringen wollen. Vielleicht war dieser Abend nicht nur eine Veranstaltung über Kuba, sondern auch ein kleiner Schritt hin zu neuer politischer Organisierung in Gießen.
„Fidel es Fidel“
Filmveranstaltungen mit Tobias Kriele in Zusammenarbeit mit der Tageszeitung „junge Welt“:
4. Oktober: Trier
8. Oktober: Gera
9. Oktober: Chemnitz
17. Oktober: Bonn
17. November: Saarbrücken
27. November: Regensburg (vorr.)
28. November: Nürnberg (vorr.)
Weitere Infos: aktionsbuero@jungewelt.de








